Bibliothek

Die Bibliothek der Familie Zurlauben bildet den Grundstock der Aargauer Kantonsbibliothek. 1804 wurden die Werke für 19'000 Franken vom Kanton Aargau von der helvetischen Liquidationskommission erworben. Ihr letzter Besitzer, Generalleutnant Beat Fidel Zurlauben, vergrösserte die zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus einigen hundert Bänden bestehende Familienbibliothek zu einer bedeutenden Forschungsbibliothek von rund 8'000 Bänden. Die gedruckten Werke sind im Katalog der Aargauer Kantonsbibliothek abrufbar.

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Die Bibliothek gehört zu den grössten und am besten erhaltenen ehemaligen Privatbibliotheken im deutschsprachigen Raum. Etwas mehr als die Hälfte der Titel sind Werke zur Geschichtsschreibung, wobei französischsprachige Publikationen die Sammlung dominieren. Neben Fachliteratur zum Kriegswesen, theologischen Schriften oder Titeln zur Völker- und Länderkunde befinden sich auch zahlreiche Raritäten in der Bibliothek. Bedeutende Inkunabeln sowie etwa 200 Manuskripte wie Chroniken, Arzneibücher, Werke zur Pferdedressur oder Schulhefte vervollständigen die wertvolle Sammlung. Ein Verzeichnis der Handschriften findet sich in der Dissertation von Kurt-Werner Meier: Die Zurlaubiana. Werden - Besitzer - Analysen. Eine Zuger Familiensammlung. Grundstock der Aargauischen Kantonsbibliothek, 2 Bde, Aarau 1981, Band 1 / Band 2.